Autor: Phil

Advent, Advent, ein Star Wars Lichtlein brennt….

Advent, Advent, ein Star Wars Lichtlein brennt….

Ach nein, der ist ja auch schon fast wieder vorbei, der Advent! Während mich ein Star Wars Adventskalender durch die (hier meist neblig nassen) Adventstage begleitete, gab es am 18.12. Bescherung mit STAR WARS: THE RISE OF SKYWALKER. Aber dazu später in einem Podcast mehr, wenn der erste Rauch sich ein wenig verzogen hat.

Auf jeden Fall wünschen wir allen Hörerinnen und Hörern unserer Podcasts ganz frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir nehmen uns für 2020 ganz fest vor ein bisschen produktiver zu sein! Fingers crossed!

Wenn das Altersheim filmt…

Wenn das Altersheim filmt…

THE IRISHMAN ist Martin Scorseses neuster Film, ein Gangsterepos von dreieinhalb Stunden Dauer, das nur in ganz wenigen Kinos lief – es ist eine Netflixproduktion, die weit über 100 Mio. Dollar verschlang. Seit letztem Freitag ist der Film auf dem Streamingservice in 4K zu sehen. Robert De Niro, Al Pacino, Joe Pesci, Harvey Keitel wurden teilweise aus dem Ruhestand geholt und spielen hier fein auf – wenn auch das de-aging nicht immer ganz so gelungen ist: Es geht eben doch noch nichts über gute Make-Up-Effekte. Der Film wurde grossteils auf 35mm gedreht: ein Hoch auf Scorsese!
THE IRISHMAN dürfte wohl der letzte Mobfilm dieser Art und Mache sein. Die Ausführenden (auch Scorsese Lieblings-Cutterin Thelma Schoonmaker ist zum 24. Mal dabei) und die Spieler werden nicht jünger. Also geniessen wir nochmals die langen Einstellungen, das Spiel der Haudegen und das der Dialoge.

Nein, an einen GOODFELLAS oder CASINO kommt Scorsese mit diesem monumental langen Film nicht heran, aber vielleicht ist es doch sowas wie der Abschluss seiner Mob-Trilogie.

Wer Netflix hat, sollte sich den Film unbedingt ansehen – alle anderen müssen halt noch ein wenig warten!


Enthält weder Werbung noch sonstige Verdienstmöglichkeiten. 😉

Affentheater

Affentheater

Als Fan des allerersten Affenfilms, der mich einst als Jungteenie das Fürchten lehrte, ja der mit Charlton Heston in einer seiner besten Rollen, kriegen mich die CGI gefütterten Reboots, die seit 2011 herumgeistern, kaum aus der Ruhe. Gut, auch die Sequels damals, BENEATH THE PLANET OF THE APES und der fürchterliche ESCAPE FROM THE PLANET OF THE APES, waren nicht unbedingt filmische Meisterwerke,  ganz zu schweigen von den Beiträgen von J. Lee Thompson (wobei ich den Director’s Cut zu CONQUEST OF THE PLANET OF THE APES bisher noch nicht gesehen habe – der soll so schlecht nicht sein).

Ein Aufweckerli der besonderen Art jedenfalls war dieses Jahr die limitierte 5 CD Box von La-La Land Records mit den Filmmusiken zu allen 5 affigen Filmen von 1968 bis 1973. Da gesellt sich nebst dem Meisterwerk Jerry Goldsmiths zum Original der tolle Score zu BENEATH THE PLANET OF THE APES von Leonard Rosenman, ein etwas poppig angehauchtes Werk zu Teil 3 von Goldsmith, eine feine gemachte Musik von Tom Scott (Teil 4) und ein bemerkenswerter Abschluss wiederum von Rosenman zu “The Final Chapter”. Eine schöne Sache und vielleicht Grund genug sich die alten APES Filme mal wieder anzusehen.

Kleine Nebengeschichte in Sachen Charlton Heston: Dieser machte bei Teil 2 nur unter Bedingung mit, dass dies denn auch der Abschluss des Affenzirkus sein müsse und es danach keine Sequels mehr geben würde. Klar, dass Fox sich darauf nur kurz einliess. Nur gerade ein Jahr nach BENEATH reisten Roddy McDowall und Kim Hunter mit bestem Make-Up bestückt 2000 Jahre rückwärts um die Erde heimzusuchen.

Ein guter Jahrgang…

Ein guter Jahrgang…

Mitten in all der Superheldenmanie à la AVENGERS: ENDGAME, Frosch… äh… AQUAMAN, HELLBOY, SPIDEY’S neustem Abenteuer und, und, und, tut es einfach nur gut zum Regal zu schreiten, gewissenhaft und zielgerichtet mit dem Gedanken im Kopf, einfach mal wieder einen richtig starken Film ohne CGI und unendliche Battles zu schauen.

Die Wahl fiel auf Francis Ford Coppolas THE CONVERSATION mit einem grossartigen Gene Hackman in der Rolle als Abhörspezialist, aber bis in die Haarspitzen gut besetzt mit John Gazale, Teri Garr, Robert Duvall und einem jungen Mann, der für Furore als Schmuggler und Hutträger sorgen sollte, Harrison Ford. Ein bemerkenswerter Film aus dem Jahr 1974, einer meiner Lieblings-Siebziger mit der cleveren Musik von David Shire. 1974 war sowieso kein schlechter Jahrgang mit Polanskis Meisterwerk CHINATOWN, Coppolas zweitem Teil der GODFATHER Reihe, THE TAKING OF PELHAM ONE TWO THREE und dem Kinoerstling eines gewissen Steven Spielbergs mit SUGARLAND EXPRESS.

Also, Mut zu den Siebzigern!

Was sind schon 35 Jahre?

Was sind schon 35 Jahre?

Tatsächlich! So lange hat es gedauert bis die Filmmusik (die von Elmer Bernstein, nicht Ray Parker jr.) zu GHOSTBUSTERS endlich erschienen ist. Gerade 2 Tracks erhielt der Veteran 1984 auf der zugegeben äusserst erfolgreichen LP mit Songs zum Film. Wenn eine Single einschlägt wie der Ray Parker Song und die Ghostbusters auch noch dazu tanzen, wie soll eine Filmmusik dagegen ankommen, vor allem in einer Zeit, in der Songs, ob sie jetzt im Film zu hören waren oder nicht, die ganz grosse Nummer waren? Ähnlich erging es ja seinerzeit Dave Grusin mit GOONIES, Alan Silvestri mit BACK TO THE FURURE und Jerry Goldsmith mit GREMLINS. Alle diese Filmscores erhielten erst Jahrzehnte danach ihre “gerechte” Veröffentlichung. 35 Jahre hat es jedenfalls gedauert bis Elmer Bernsteins Musik und davon so manches Stück, das Ivan Reitman nicht verwendete, jetzt auf einer CD von Sony erschien. Und dieses Mal hat mich GHOSTBUSTERS nicht auf einem “hinkenden Bein” erwischt wie einst beim Kuckucks-Ei. Happy listening kann man da nur noch sagen!

Oster Haas

Oster Haas

Ja ist denn schon wieder… richtig, Ostern! Immer eine schöne Gelegenheit den ein oder anderen Film, der liegen blieb, zu schauen. Nebst TV-Dauerbrennern wie THE TEN COMMANDMENTS oder KING OF KINGS zum Beispiel FANTASTIC BEASTS 2: THE CRIMES OF GRINDELWALD oder der ruhige und richtig feine BROOKLYN oder Woody Allens IRRATIONAL MAN. Als Schweizer hat man dazu einen besonderen Bezug, ist doch Grindelwald einer jener typischen Schweizer Touristenorte in den Alpen, wo man nebst englischen Infotafeln und Geschäftsideen auch japanische Schriftzeichen findet. Ob Frau Rowling einst dort Urlaub machte oder einfach in einem Atlas nach speziellen Namen suchte, ist mir allerdings nicht bekannt. Egal, Hauptsache der Niffler hat genug zu tun.

Als kleine Osterüberraschung gab es einen Star Haas, nach dessen Verspeisung war es mir allerdings etwas übel. Jo meinte, es würde wohl daran liegen, dass der Hasi (auf schwiizerdütsch eben Haas) der dunklen Seite der Macht nicht abgeneigt sei. Unrecht hat er wohl damit nicht… oder hätte ich vielleicht das Lichtschwert nicht schlucken sollen?

Rummel um die Oscars 2019

Rummel um die Oscars 2019

Die Oscars haben 2018 und im erst kurzen 2019 für Schlagzeilen gesorgt. Langweilig und zu technisch sei die Vergabe, zu lang flimmere sie über den Bildschirm. Zuerst fand man keinen geeigneten Moderator (der oder die muss heute politisch korrekt sein und ums Himmels Willen keine Minderheiten beleidigen dürfen), dann durfte der Gefundene nicht und nun gibt’s gar keinen. Später fiel der Academy ein einen Publikums-Oscar zu vergeben. Die Idee wurde nach ein paar Monaten wieder verworfen. Zu guter Letzt hatten die Vergabedenker des Goldmännchens einen weiteren kuriosen Einfall: Schnitt, Kamera und Make-Up sollten während den Werbepausen vergeben werden. Nach Kritik von Filmemachern wie Martin Scorsese und Quentin Tarantino, die der Academy vorwarfen diese drei Berufskategorien nicht genügend zu achten, ruderte die Academy abermals zurück und berief sich darauf, es sei alles nur falsch verstanden worden, die Kategorien würden natürlich – als Aufzeichnung – in die Verleihung eingebaut. Eigentor! Wieder Kritik! Jetzt bleibt fast alles beim Alten und auch diese genannten Kategorien werden kommenden Sonntag live am TV zu sehen sein.

 

Werde ich mir die Verleihung anschauen? Nein, der Zauber und die Magie der Oscars ist längst verflogen, die knisternde Spannung und die Moderationen eines Billy Crystals sind nicht mehr. Ich schaue vielleicht rein, sollte ich in der Nacht aufwachen und mich verwundert in den wenig vorhandenen Haaren kratzen, in welchen Kategorien wieder, ich bleibe fair und beruhige mich, sehr spezielle Entscheidungen gefällt werden und welche Gründe auch immer dahinterstehen mögen.

In dem Sinne… and the Oscar goes to…? Viel Spass allen, die es sich doch ansehen.

Die Krux mit den Filmpreisen

Die Krux mit den Filmpreisen

Nicht erst seit diesem Jahr staunt man über die Auswahl, die die Academy alljährlich trifft. Gerade im Bereich “Bester Film” tummeln sich immer wieder mal Merkwürdigkeiten, die sicher überall hingehören, aber nicht in diese Kategorie. Den Vogel schossen die “Akademisten”, bei aller Liebe zu Marvel Filmen, dieses Jahr ab: Sie nominierten BLACK PANTHER als besten Film. Hä? Ja, genau, hä? Wenn BLACK PANTHER eine Nennung erhalten hat, wieso ist das besseren Marvel-Abenteuern vorher nie gelungen und nun ausgerechnet mit einem der Dürftigsten der ganzen Comicsreihe? Ein Schelm wer böses dabei denkt… Doch huch, nein, es ist nicht nur die Academy, selbst die SAG, die Screen Actors Guild lässt sich darauf ein und prämierte an ihrer 25. Verleihung jüngst BLACK PANTHER für das “Beste Schauspielensemble in einem Film”. Nochmals hä? Himmel nochmal, natürlich sind die Geschmäcker verschieden (und man beachte, bei der Academy wie auch der SAG handelt es sich um eigentlich renommierte, Ernst zu nehmende Preisverleiher, eigentlich), aber bitte, schaut euch diesen Film mal an und dann entscheidet selbst. Ist das wirklich ein Oscar-würdiges Werk? Ist das versammelte Ensemble tatsächlich das beste, das es 2018 in Kinofilmen zu sehen gab? Ich bin so frei: es ist ein Witz und ein schlechter dazu! Ich bin beileibe kein grosser Marvel/DC Filmfan, schaue mir die Comicsabenteuer aber immer mal wieder an, meistens sind sie für kurzweilige Unterhaltung gut und 3 Wochen danach auch wieder vergessen.

Frohes Trophäen verteilen allen!

Die andere Seite…

Die andere Seite…

Unser Podcast-Küken Mani zeigt seine literarische Seite demnächst an einem Leseabend auf der schönen Mittelmeerinsel (oder wo war das noch gleich?) Föhr. Sollten also Hörer unseres Podcasts ganz in der Nähe wohnen oder gar ein paar Tage auf der Insel vebringen, schaut rein und erlebt Mani live and on stage! Das  Plakat dazu hängt übrigens auch seit heute Morgen in der Schweiz… way to go, Mani!

Full Contact Kostüm

Full Contact Kostüm

Tatsächlich, es gab vor dem kultigen Predatorkostüm und dem gelungenen Kopf einen eher misslungenen Vorgänger. In dem hüpfte, tatsächlich, ein gewisser Kampfsportbelgier namens Jean-Claude Van Damme rum. Nicht genug, dass dieser erste Entwurf wirklich ziemlich lachhaft aussah, Herr Van Damme fand auch, so hiess es, es sei viel zu heiss in dem Ding und ausserdem sei er ja eigentlich gar nie richtig zu sehen – so zu hören in Mani und Phils KUCKUCKS-EI Nr. 11. Und das war das Ende von Van Damme als Arnies Gegenspieler in PREDATOR, ich würde sagen eine glückliche Fügung. 

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