Autor: Phil

Ein guter Jahrgang…

Ein guter Jahrgang…

Mitten in all der Superheldenmanie à la AVENGERS: ENDGAME, Frosch… äh… AQUAMAN, HELLBOY, SPIDEY’S neustem Abenteuer und, und, und, tut es einfach nur gut zum Regal zu schreiten, gewissenhaft und zielgerichtet mit dem Gedanken im Kopf, einfach mal wieder einen richtig starken Film ohne CGI und unendliche Battles zu schauen.

Die Wahl fiel auf Francis Ford Coppolas THE CONVERSATION mit einem grossartigen Gene Hackman in der Rolle als Abhörspezialist, aber bis in die Haarspitzen gut besetzt mit John Gazale, Teri Garr, Robert Duvall und einem jungen Mann, der für Furore als Schmuggler und Hutträger sorgen sollte, Harrison Ford. Ein bemerkenswerter Film aus dem Jahr 1974, einer meiner Lieblings-Siebziger mit der cleveren Musik von David Shire. 1974 war sowieso kein schlechter Jahrgang mit Polanskis Meisterwerk CHINATOWN, Coppolas zweitem Teil der GODFATHER Reihe, THE TAKING OF PELHAM ONE TWO THREE und dem Kinoerstling eines gewissen Steven Spielbergs mit SUGARLAND EXPRESS.

Also, Mut zu den Siebzigern!

Was sind schon 35 Jahre?

Was sind schon 35 Jahre?

Tatsächlich! So lange hat es gedauert bis die Filmmusik (die von Elmer Bernstein, nicht Ray Parker jr.) zu GHOSTBUSTERS endlich erschienen ist. Gerade 2 Tracks erhielt der Veteran 1984 auf der zugegeben äusserst erfolgreichen LP mit Songs zum Film. Wenn eine Single einschlägt wie der Ray Parker Song und die Ghostbusters auch noch dazu tanzen, wie soll eine Filmmusik dagegen ankommen, vor allem in einer Zeit, in der Songs, ob sie jetzt im Film zu hören waren oder nicht, die ganz grosse Nummer waren? Ähnlich erging es ja seinerzeit Dave Grusin mit GOONIES, Alan Silvestri mit BACK TO THE FURURE und Jerry Goldsmith mit GREMLINS. Alle diese Filmscores erhielten erst Jahrzehnte danach ihre „gerechte“ Veröffentlichung. 35 Jahre hat es jedenfalls gedauert bis Elmer Bernsteins Musik und davon so manches Stück, das Ivan Reitman nicht verwendete, jetzt auf einer CD von Sony erschien. Und dieses Mal hat mich GHOSTBUSTERS nicht auf einem „hinkenden Bein“ erwischt wie einst beim Kuckucks-Ei. Happy listening kann man da nur noch sagen!

Oster Haas

Oster Haas

Ja ist denn schon wieder… richtig, Ostern! Immer eine schöne Gelegenheit den ein oder anderen Film, der liegen blieb, zu schauen. Nebst TV-Dauerbrennern wie THE TEN COMMANDMENTS oder KING OF KINGS zum Beispiel FANTASTIC BEASTS 2: THE CRIMES OF GRINDELWALD oder der ruhige und richtig feine BROOKLYN oder Woody Allens IRRATIONAL MAN. Als Schweizer hat man dazu einen besonderen Bezug, ist doch Grindelwald einer jener typischen Schweizer Touristenorte in den Alpen, wo man nebst englischen Infotafeln und Geschäftsideen auch japanische Schriftzeichen findet. Ob Frau Rowling einst dort Urlaub machte oder einfach in einem Atlas nach speziellen Namen suchte, ist mir allerdings nicht bekannt. Egal, Hauptsache der Niffler hat genug zu tun.

Als kleine Osterüberraschung gab es einen Star Haas, nach dessen Verspeisung war es mir allerdings etwas übel. Jo meinte, es würde wohl daran liegen, dass der Hasi (auf schwiizerdütsch eben Haas) der dunklen Seite der Macht nicht abgeneigt sei. Unrecht hat er wohl damit nicht… oder hätte ich vielleicht das Lichtschwert nicht schlucken sollen?

Rummel um die Oscars 2019

Rummel um die Oscars 2019

Die Oscars haben 2018 und im erst kurzen 2019 für Schlagzeilen gesorgt. Langweilig und zu technisch sei die Vergabe, zu lang flimmere sie über den Bildschirm. Zuerst fand man keinen geeigneten Moderator (der oder die muss heute politisch korrekt sein und ums Himmels Willen keine Minderheiten beleidigen dürfen), dann durfte der Gefundene nicht und nun gibt’s gar keinen. Später fiel der Academy ein einen Publikums-Oscar zu vergeben. Die Idee wurde nach ein paar Monaten wieder verworfen. Zu guter Letzt hatten die Vergabedenker des Goldmännchens einen weiteren kuriosen Einfall: Schnitt, Kamera und Make-Up sollten während den Werbepausen vergeben werden. Nach Kritik von Filmemachern wie Martin Scorsese und Quentin Tarantino, die der Academy vorwarfen diese drei Berufskategorien nicht genügend zu achten, ruderte die Academy abermals zurück und berief sich darauf, es sei alles nur falsch verstanden worden, die Kategorien würden natürlich – als Aufzeichnung – in die Verleihung eingebaut. Eigentor! Wieder Kritik! Jetzt bleibt fast alles beim Alten und auch diese genannten Kategorien werden kommenden Sonntag live am TV zu sehen sein.

 

Werde ich mir die Verleihung anschauen? Nein, der Zauber und die Magie der Oscars ist längst verflogen, die knisternde Spannung und die Moderationen eines Billy Crystals sind nicht mehr. Ich schaue vielleicht rein, sollte ich in der Nacht aufwachen und mich verwundert in den wenig vorhandenen Haaren kratzen, in welchen Kategorien wieder, ich bleibe fair und beruhige mich, sehr spezielle Entscheidungen gefällt werden und welche Gründe auch immer dahinterstehen mögen.

In dem Sinne… and the Oscar goes to…? Viel Spass allen, die es sich doch ansehen.

Die Krux mit den Filmpreisen

Die Krux mit den Filmpreisen

Nicht erst seit diesem Jahr staunt man über die Auswahl, die die Academy alljährlich trifft. Gerade im Bereich „Bester Film“ tummeln sich immer wieder mal Merkwürdigkeiten, die sicher überall hingehören, aber nicht in diese Kategorie. Den Vogel schossen die „Akademisten“, bei aller Liebe zu Marvel Filmen, dieses Jahr ab: Sie nominierten BLACK PANTHER als besten Film. Hä? Ja, genau, hä? Wenn BLACK PANTHER eine Nennung erhalten hat, wieso ist das besseren Marvel-Abenteuern vorher nie gelungen und nun ausgerechnet mit einem der Dürftigsten der ganzen Comicsreihe? Ein Schelm wer böses dabei denkt… Doch huch, nein, es ist nicht nur die Academy, selbst die SAG, die Screen Actors Guild lässt sich darauf ein und prämierte an ihrer 25. Verleihung jüngst BLACK PANTHER für das „Beste Schauspielensemble in einem Film“. Nochmals hä? Himmel nochmal, natürlich sind die Geschmäcker verschieden (und man beachte, bei der Academy wie auch der SAG handelt es sich um eigentlich renommierte, Ernst zu nehmende Preisverleiher, eigentlich), aber bitte, schaut euch diesen Film mal an und dann entscheidet selbst. Ist das wirklich ein Oscar-würdiges Werk? Ist das versammelte Ensemble tatsächlich das beste, das es 2018 in Kinofilmen zu sehen gab? Ich bin so frei: es ist ein Witz und ein schlechter dazu! Ich bin beileibe kein grosser Marvel/DC Filmfan, schaue mir die Comicsabenteuer aber immer mal wieder an, meistens sind sie für kurzweilige Unterhaltung gut und 3 Wochen danach auch wieder vergessen.

Frohes Trophäen verteilen allen!

Die andere Seite…

Die andere Seite…

Unser Podcast-Küken Mani zeigt seine literarische Seite demnächst an einem Leseabend auf der schönen Mittelmeerinsel (oder wo war das noch gleich?) Föhr. Sollten also Hörer unseres Podcasts ganz in der Nähe wohnen oder gar ein paar Tage auf der Insel vebringen, schaut rein und erlebt Mani live and on stage! Das  Plakat dazu hängt übrigens auch seit heute Morgen in der Schweiz… way to go, Mani!

Full Contact Kostüm

Full Contact Kostüm

Tatsächlich, es gab vor dem kultigen Predatorkostüm und dem gelungenen Kopf einen eher misslungenen Vorgänger. In dem hüpfte, tatsächlich, ein gewisser Kampfsportbelgier namens Jean-Claude Van Damme rum. Nicht genug, dass dieser erste Entwurf wirklich ziemlich lachhaft aussah, Herr Van Damme fand auch, so hiess es, es sei viel zu heiss in dem Ding und ausserdem sei er ja eigentlich gar nie richtig zu sehen – so zu hören in Mani und Phils KUCKUCKS-EI Nr. 11. Und das war das Ende von Van Damme als Arnies Gegenspieler in PREDATOR, ich würde sagen eine glückliche Fügung. 

KU-EI 11: Predator

KU-EI 11: Predator

Folge 11 dreht sich um den gefürchtetsten Jäger der Galaxie und seinen Widersacher österreichischer Herkunft, doch PREDATOR ist zum Glück mehr als nur Arnie vs. das Alien, massig Mukis, eine kunterbunte Knallerei, eine durchaus sichere Hand von Regisseur McTiernan und verflixt gute Spezialeffekte liessen PREDATOR zu einem der grossen Hits 1987 werden. 
Obwohl einige Male ein wenig abgeschweift, versuchen sich Mani und Phil, die Übersicht im Dschungel nicht zu verlieren.

Viel Spass beim Kuckucks-Ei!

Es podcasten: Phil und Mani


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Filmmusikalische Weihnachten

Filmmusikalische Weihnachten

Jaja, es weihnachtet sehr, wie derzeit überall zu sehen ist. Doch was hört sich der Filmbegeisterte in der Adventszeit denn am besten so an? Fünf Anpieltipps, von „ist doch klar“ bis „total schräg“, die zumindest bei mir regelmässig an Weihnachten zu hören sind:

HOME ALONE
John Williams

Am liebsten die Musik zu Teil 1, sowieso der mit Abstand Erfrischendere der Macauly Caulkin Kevin-Filme. Williams‘ Musik ist längst ein Klassiker, trotz oder wegen seiner Anleihen zur klassischen Musik und den wunderbar gesungenen Weihnachtsliedern wie „Somewhere in My Memory“ aus des Komponisten Feder.

 

GREMLINS
Jerry Goldsmith

Die Musik ist zwar wenig weihnachtlich, doch Goldsmiths Musik (nur in der langen Fassung von Film Score Monthly bitte!) passt nicht nur wie die Faust aufs Auge zu Joe Dantes pfiffigem Film sondern auch zu unserer völlig irren, seligen Weihnachtszeit, wenn Hinz und Kunz durchdrehen und die Innenstädte stürmen wie einst die Gremlins über Kingston Falls herfielen.

 

MIRACLE ON 34TH STREET
Bruce Broughton

Mein persönlicher Favorit in Sachen Christmasscores! Bruce Broughton hat den sympathischen Film aus dem Jahr 1994 mit Richard Attenborough als Santa in wundervoll warme, festliche Klänge geschmückt. Ein richtiger Adventsgassenhauer. Läuft bei dir „White Christmas“ oder „O Tannebmaum!“ so die Kerzlein brennen, ist es bei mir der Broughton.

 

DIE HARD
Michael Kamen

„Yippie-ki-yay motherfucker“ sollte man sich auch bei der Präsentübergabe verkneifen, auch Michael Kamens deftiger Actionscore hört sich eher der die hard (pardon the pun) Fan an. Tja, der Film spielt eben zu Weihnachten – auch wenn Bruce Willis wenig begeistert ist von den mit Lichtern beschmückten Palmen in L.A.

 

A CHRISTMAS CAROL
Nick Bicât

Die Musik zur 1984er Version des beliebten und oft verfilmten Stoffs mit dem immer gern gesehenen George C. Scott als Ebenezer Scrooge ist eine tolle sinfonische Filmmusik eines weniger bekannten Komponisten, die erst 2017 ihre Veröffentlichung auf CD erfuhr.

Neue Tasten braucht… der Podcast?

Neue Tasten braucht… der Podcast?

Musikalische Auffrischung ist angesagt und so werde ich in Bälde wieder einmal, lang, lang ist’s her, in die Tasten greifen um frischen musikalischen Wind in unsere Podcasts zu bringen. 2019 ist angepeilt, so die Muse mich küsst – wir werden sehen ob ich noch alle zehn inzwischen recht gealterten Fingerchen über die Klaviatur behände genug bewegen kann. Wie heisst es? Radfahren und Schwimmen verlernt man nie? Wird sich zeigen, aber ins Schwimmen werde ich ganz bestimmt geraten.

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